Fotograf aus Nürnberg für Portrait, Event, Reportage und Sport

Fotograf Norbert Wilhelmi

Hier sind einige meiner Lieblings-Foto-Reportagen zu sehen.

People

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Die hier gezeigten Fotos sind in Deutschland, Honolulu, New York, San Franzisko, Shen Zeng, Forteventura und Cuba entstanden. mehr »

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Street Photography

Street Photography

Street Photography ist die Suche nach dem einen, besonderen Moment im Alltag, der sonst nur unbeachtet verstreicht. mehr »

Street Photography

Am Meer

Am Meer
Foto-Spaziergänge am Strand. Wellenrauschen, Wind, Sonne, weit schweifende Gedanken ...
Am Meer

Halloween in New York

Halloween in New York
So kreativ, so gruselig, so gigantisch das kann nur New York. Ich versuche jedes Jahr bei diesem Umzug zu fotografieren.
Halloween in New York

Reise: Burano (Venedig)

Reise: Burano (Venedig)
Alle zwei Jahre, wenn ich die Bienale in Venedig besuche fahre ich mit dem Wasser-Taxi an einem Tag nach Burano.
Reise: Burano (Venedig)

Safari

Safari
Während meiner Afrikareisen versuche ich jedes Jahr auch ein paar Tage in einer Safari Lodge zu verbringen.
Safari

Spiegelungen

Spiegelungen
Besonders am Abend in der Großstadt oder an einem regnerischen Tag entstehen spannende Spiegelungen.
Spiegelungen

Warum ausgerechnet Fotograf?

Das haben mich meine Eltern gefragt als ich mich für diesen Beruf entschied. Drei Jahre später nach meiner Ausbildung bei Hubert Hahn, mit dem Gesellenbrief in der Hand, stellte ich mir die gleiche Frage. Fotografieren und dann entscheiden andere Menschen, ob meine Arbeit gut oder schlecht ist. Das war nichts für mich. Ich wollte etwas Berechenbares machen. Eine Arbeit, die man berechnen kann, wo es kein wenn und aber gibt. Fotografie ist, sieht jeder anders was der eine hip und toll findet, kommt bei einer anderen Gruppe gar nicht an.

Das Selbstbewusstsein einfach mein „Ding“ zu machen, hatte ich nicht.

Letztlich führten mich 30 Jahre in viele sehr interessante Arbeitsbereiche. Alles Jobs in denen man am Ende des Jahres anhand von Zahlen die Leistung beurteilen konnte. 

Allerdings reichte es dann auch nach dieser langen Zeit als Manager. 

Durch einige sehr glückliche Umstände konnte ich mit der Fotografie einen Neustart oder auch zweiten Start wagen.

Ich schrieb und fotografierte einige Bücher und konnte mich so in der Laufszene bekannte machen. 2010 hatte ich dann die Idee Laufevents zu fotografieren und diese Reportagen als Bildergalerien auf einer Internetseite zu präsentieren. Mir machte das schon während ich für die Event-Bücher fotografierte so viel Spaß, dass ich das unbedingt weiter machen wollte. Runnersworld war gerade auf dem Sprung eine große Internetplattform zu schaffen, ich sprach mit der Redaktion und seit dem fotografiere ich diese Bildergalerien. Als Fotograf ist das eine tolle Herausforderung und macht mir bis heute so viel Spaß, dass ich in den Monaten Dezember, Januar und Februar wo es kaum Laufveranstaltungen gibt schon mit den Füßen scharre bis es dann im März endlich wieder losgeht. Heute fotografiere ich im Jahr ca. 40 Laufveranstaltungen und darf für jeden Monat 2 bis 3 Reportagen, überwiegend von Läufern und Läufergruppen fotografieren. 80 % meiner Reportagen und Fotos haben im weitesten Sinne mit dem Ausdauersport zu tun.

Bin ich aus diesem Grund Sportfotograf?

Eigentlich nicht, ich sitze nicht am Rande des Spielfelds in Fußballstadien und ich bin auch nicht als Fotograf bei der Olympiade oder irgend welchen Hallenwettkämpfen.

Ich sehe mich als Reportage Fotograf, ich liebe es in einer Bildfolge ein Thema darzustellen, mir selbst ein Thema zu stellen oder nach den Vorgaben eines Kunden ein Projekt in meinem Stil zu fotografieren.

Auf diese Weise sind viele Reportagen und Serien auf dieser Seite entstanden.

Bei dieser Arbeit kommt es mir nicht darauf an damit Geld zu verdienen. Natürlich freue ich mich, wenn meine Fotografie in diesen Bereichen gewürdigt, veröffentlicht oder ausgestellt wird. Aber ich biete diese Reportagen selten aktiv an und veröffentliche diese Fotos vielfach hier auf meiner Internetseite und promote sie über Instagram oder Facebook. 

Ideen für weitere Fotos gibt es genug und ich freue mich immer wieder, wenn ich neben meinen anderen Shootings, wie zum Beispiel jährlich dem New York Marathon, ein geplantes Projekt fotografieren kann. In New York sind zum Beispiel die Reportagen vom Halloween Umzug in Manhattan oder die Serie Spiegelungen entstanden.

Wie wichtig ist die Technik?

Viele Amateur-Fotografen fragen immer wieder nach der Ausrüstung, die ein Profi-Fotograf benötigt oder mit zum Shooting nehmen soll oder muss. Das wichtigste ist, dass man seine Technik beherrscht und ohne lange nachzudenken, das richtige Foto macht. Es ist sicher besser mit einer einfachen Kamera zu fotografieren oder sogar mit einem Handy als mit Technik zu arbeiten, die man nicht beherrscht. 

Da eine Reportage nur sehr schlecht planbar ist, versuche ich meistens für alle Situationen gerüstet zu sein. 

Ich nehme im Allgemein mit:

  • 2 Bodys
  • 1 Standart Zoom 24 mal 70 mm
  • 1 Telezoom 70 - 200 mm
  • 1 Weitwinkel Zoom 16 . 35 mm
  • 1 starkes Blitzgerät

Es gibt aber auch Situation wo ich einfach keine Lust auf viel Gepäck habe und es genieße nur mit einer Kamera und meinem 24 - 70 mm Objektiv um den Hals loszugehen. Das ist dann jedes Mal auch ein gutes Gefühl, obwohl mir schon nach einer halben Stunden ein Tele oder ein extremeres Weitwinkel fehlt. Ich bin mir einfach immer wieder unsicher, welcher für mich der bessere Weg ist. Vielleicht gibt es irgendwann ein sehr lichtstarkes 16 bis 300 mm Objektiv, selbstverständlich schön leicht und natürlich in einer super Abbildungsqualität. 

Ich erwische mich immer wieder dabei im Internet nach solch einer Brennweite zu suchen.

Mittlerweile würde ich vielleicht sogar auf etwas Qualität verzichten und die Lichtstärke spielt natürlich auch nicht mehr die Rolle wie vor Jahren als die Kameras noch eine sehr niedrige ISO Empfindlichkeit hatten.

Technik ist nicht entscheiden

Natürlich reden wir Fotografen, und da mache ich wirklich keinen Unterschied zwischen den vielen Amateuren und den Profis. Letztendlich entscheidet aber die Technik nicht darüber, ob ein Foto gut oder schlecht ist. Bei mir entscheidet auch sehr oft die Tagesform darüber, ob ich eine Reportage wirklich erfolgreich fotografiere. Oft fängt es schon mit dem ersten Kontakt zu den Menschen, an die ich fotografieren möchte. Bin ich an dem Tag offen genug, kann ich auf die Menschen zu gehen. Die Kommunikation mit den „Modellen“ ist ein sehr entscheidender Aspekt. Auf die Menschen zu gehen, ihnen die Scheu vor der Kamera nehmen, ihnen die Gewissheit geben, dass die Fotos auch in Ihrem Sinn sind. Leider schaffe ich das nicht an jedem Tag, besonders wenn es um Menschen geht, die ich auf der Straße ansprechen möchte. Das Fotografieren mit versteckter Kamera ist nicht zeitgemäß und natürlich heute auch nicht mehr erlaubt aber in der Hauptsache führt das auch nicht zu wirklich guten Ergebnissen. Die Fotografen, die nicht den Mut oder das Selbstverständnis haben emphatisch mit ihren Modellen zu kommunizieren, die müssen sich von dieser Art der Fotografie verabschieden. Das stumm hinter der Kamera verstecken und unbemerkt auslösen schafft keine guten Fotos.

Ich werde auf dieses Thema im Bereich Reportagefotograf noch einmal intensiver eingehen.

Aus diesem Grund jetzt Fotograf!

Auch wenn ich denke, dass ich immer noch nicht wirklich kommunikativ genug bin und mich in vielen Momenten auch lieber hinter der Kamera verstecken würde. Macht es mir irre viel Spaß zu sehen wie die Menschen, die ich fotografieren möchte, nach ein paar Minuten lockerer werden. Wie man vielleicht kurz ins Gespräch kommt oder einfach nur in gegenseitigem Einverständnis ein wenig post und fotografiert. Und genau das ist es, was mich heute zu einem überzeugten Fotografen macht, ich liebe es Menschen zu fotografieren und mit ihnen zu kommunizieren und natürlich sie positiv darzustellen. Herauszukitzeln wie ich ihre Persönlichkeit am besten darstellen kann, gemeinsam ein paar tolle Bilder entstehen lassen und die Person vor mir festzuhalten. Ab und an, wie zum Beispiel bei der Reportage über den Helloweenumzug, muss das auch mal in nur 2 Minuten passieren, oft reicht schon ein Augenkontakt, eine kurze Geste, um die Aufmerksamkeit und das „Wohlwollen“ des Modells entgegengebracht zu bekommen. Und was für mich am wichtigsten ist, während ich fotografiere, denke ich niemals darüber nach, ob dieses Foto jemand anderem als dem Model und mir gefällt.

Es geht auch ohne Menschen

Jetzt habe ich sehr viel über das Fotografieren mit oder von Menschen geschrieben. Sicher ist das auch meine hauptsächliche Profession. In den letzten Jahre habe ich allerdings auch das Fotografieren in der Stille schätzen gelernt. Das ist eine ganz andere Art der Fotografie. Mit meiner Kamera wandere ich durch eine Stadt, einen Strand entlang oder auf einem Waldweg und werde je nach Dauer und der Muse die ich habe immer ruhiger, aufmerksamer und offener für das was auf mich zu kommt. Man sieht auf einmal Dinge, die einem beim bloßen Wandern, laufen oder Radfahren gar nicht erschließen. Das sind für mich meditative Spaziergänge wo auf mich alles wirkt und ich um so länger ich gehe unvoreingenommener beobachte.

Oft entstehen dabei Fotos, die eigentlich nur mir gehören, um so mehr freue ich mich, wenn ein Betrachter genau dasselbe in der fotografierten Ansicht sieht wie ich. 

Bei solchen Spaziergängen ist es natürlich sehr hilfreich, wenn ich in fremden Städten oder Ländern unterwegs bin, das macht das objektive betrachten sehr viel einfacher. 

Ich bin ein jämmerlicher Fotograf wenn es darum geht meine Heimatstadt Nürnberg zu fotografieren.

Wenn ich jetzt bei der Arbeit an dieser Internetseite einige Bildergalerien neu zusammenstellen kann ich mich anhand jedes Bildes an die einzelne Situation erinnern, in der ich das Foto fotografierte.

Diese Art von Fotografie absolut nicht unter kommerziellen Gesichtspunkten für mich zu sehen.

Ich sehe mich hier selbst dann auch als Amateur-Fotograf.

Fotografie wird zum Selbstzweck

Natürlich ist es auch bei dieser Art der Fotografie so, dass wenn ich mit der Kamera nach hause komme, sofort an den Computer gehe, um mir die Bilder anzuschauen und sie zu bearbeiten. Aber trotzdem ist hier der Vorgang des Fotografierens an sich das entscheidende. Man ist ganz mit sich und lässt die Eindrücke einfach nur auf sich zu kommen. Für mich ist das wie Meditation. 

Seit einigen Jahren fotografiere ich in New York einen Kalender der zu Hälfte aus Fotos vom Marathon und zur anderen Hälfte aus New York City Fotos besteht. Jedes Jahr habe ich wieder etwas Angst, dass ich das überhaupt hinbekomme und meistens sind dann letztendlich auch nur 3 oder 4 Stunden frei für diese Motive. Und es klapp. Ich bekomme den Kalender jedes Jahr zusammen. Einfach weil ich mittlerweile die Mechanik gelernt habe, es funktioniert bei mir nur mit dem einfach entspannt losmarschieren und sich treiben lassen.

Der letzte NY Kalender ist hier zu sehen.»