Start beim BMW Frankfurt Marathon   Spitzengruppe   Alte brücke   Jan Fitschen


Fotos BMW Frankfurt Marathon 2011

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Pressemitteilung des Veranstalters:

Zwei sensationelle Streckenrekorde zum 30. Geburtstag
Wilson Kipsang verpasst Weltrekord um vier Sekunden
Der BMW Frankfurt Marathon erlebte ein grandioses Jubiläumsrennen. Die 30. Auflage der
Veranstaltung wurde zu einem der hochkarätigsten und dramatischsten City-
Marathonrennen aller Zeiten. Um lediglich vier Sekunden verpasste Wilson Kipsang den
Weltrekord. Der Kenianer gewann den BMW Frankfurt Marathon in 2:03:42 Stunden und
krönte das Jubiläum mit einem famosen Streckenrekord. Es ist die zweitschnellste Zeit aller
Zeiten. Zweiter wurde Levy Matebo in 2:05:16, Rang drei belegte Albert Matebor (beide
Kenia) mit 2:05:25. 14 Läufer blieben im Männerrennen unter 2:10 Stunden - damit hat
Frankfurt doch noch einen „Weltrekord“, denn dies gab es nie im Marathon.
Auch bei den Frauen gab es Weltklassezeiten in Frankfurt: Mamitu Daska (Äthiopien) lief
mit 2:21:59 Stunden ebenfalls einen Streckenrekord. Sie gewann vor Agnes Kiprop
(2:23:54) und Flomena Chepchirchir (beide Kenia/2:24:21). Die Topzeit der Äthiopierin ist
die sechstschnellste des Jahres. Auch in der Breite der Spitze überzeugte das Frankfurter
Frauenfeld: Zwölf Läuferinnen blieben unter 2:30 Stunden - nur der London-Marathon war
in diesem Jahr in dieser Hinsicht noch besser. In Deutschland gab es noch nie so viele
Läuferinnen, die bei einem City-Marathon unter 2:30 Stunden ins Ziel kamen. Lediglich bei
der WM in Berlin 2009 waren es mehr.

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Für die deutschen Läufer gab es in Frankfurt Licht und Schatten. André Pollmächer
(Rhein-Marathon Düsseldorf) scheiterte bei seinem Versuch, die deutsche Olympianorm
von 2:12:00 Stunden zu unterbieten und gab das Rennen jenseits der
30-km-Marke auf. Dagegen erreichte Jan Fitschen (TV Wattenscheid) sein Zeitziel
am Main. Mit 2:15:40 Stunden steigerte er seine Bestzeit im zweiten Marathon um knapp
fünf Minuten und belegte Rang 32 in dem außerordentlich stark besetzten Feld. Bei den
Frauen quälte sich Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg) in 2:28:08 Stunden auf Platz neun ins
Ziel. Die angestrebte persönliche Bestzeit (2:26:21) verpasste Sabrina Mockenhaupt
deutlich, doch das Minimalziel, die Olympia-Norm von 2:30:00, erreichte sie. Eine
persönliche Bestzeit und die Norm für London 2012 lief Susanne Hahn (SV schlau.com
Saarbrücken). Bei ihrem Comeback nach einer Babypause war sie nach 2:28:49 Stunden
auf Platz elf im Ziel.

Die Rekordzahl von 15.210 Marathonläufern ging beim 30. BMW Frankfurt Marathon an
den Start. Alle Wettbewerbe zusammengerechnet, beteiligten sich 25.305 Athleten bei der
Veranstaltung.
Mit Temperaturen von rund 12 Grad zur Startzeit um 10 Uhr, so gut wie keinem Wind und
einem bedeckten Himmel herrschten fast ideale Bedingungen. Allerdings waren die
Frankfurter Straßen aufgrund eines morgendlichen Regens noch nass und dadurch
teilweise rutschig. Besonders in den Kurven mussten die Topläufer bei dem hohen Tempo
vorsichtig sein. Es ist durchaus möglich, dass die rutschigen Straßen den Weltrekord in
Frankfurt heute verhinderten.
„Ich freue mich über meine Zeit und werde es beim nächsten Mal erneut versuchen, den
Weltrekord zu brechen. Dieses Resultat ist eine große Motivation für mich für meine
nächsten Rennen“, erklärte der 29-jährige Wilson Kipsang, der seinen vierten Marathon
rannte. Nach einer Halbmarathon-Zwischenzeit von 61:40 Minuten und einer 25-km-
Zwischenzeit von 1:13:09 Stunden fiel die Entscheidung unmittelbar nach der 35-km-
Marke. Wilson Kipsang forcierte das Tempo und ließ seine Landsleute Levy Matebo sowie
Peter Kirui hinter sich. Am Ende hatte er Pech, dass er den fünf Wochen alten Weltrekord
von Patrick Makau, den dieser mit 2:03:38 Stunden in Berlin aufgestellt hatte, um nur vier
Sekunden verpasste.

Durch die glänzenden Zeiten bei den Männern hat Frankfurt in der Liste der schnellsten
City-Marathonrennen aller Zeiten einen enormen Sprung von Rang neun auf Platz fünf
nach vorne gemacht. Diese Statistik basiert auf dem Durchschnitt der zehn schnellsten je
gelaufenen Männer-Zeiten eines Rennens. Frankfurts Schnittzeit liegt nun bei 2:05:45,3
Stunden. Schneller sind in dieser Liste nun nur noch Rotterdam, Berlin, Boston und London
- Frankfurt hat am Sonntag sogar den Chicago-Marathon überholt.

Bei den Frauen liefen die zwei Äthiopierinnen Mamitu Daska und Merima Mohammed von
Anfang an ein sehr hohes Tempo an der Spitze. Nach einer Halbmarathon-Zwischenzeit
von 69:46 Minuten fiel auch bei den Frauen die Entscheidung jenseits der 35-km-Marke.
Hier setzte sich die 28-jährige Mamitu Daska entscheidend ab, während Merima
Mohammed mit 2:24:32 Stunden noch auf Rang vier zurückfiel.

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Stimmen zum BMW Frankfurt Marathon

Wilsong Kipsang (Kenia, Sieger, 2:03:42)

„Ich bin glücklich über die Zeit. Es war ein fantastisches Rennen. Vier Sekunden hinter dem
Weltrekord, das ist okay. Ich bin sehr froh über meine persönliche Bestzeit, die ich um 1:06
Minute verbessern konnte. Ich werde es beim nächsten Mal wieder versuchen. Es ist für
mich eine große Motivation für das nächste Jahr. Ich kann es schaffen. Das Tempo war
okay so, die Tempomacher haben einen guten Job gemacht.“

Mamitu Daska (Äthiopien, Siegerin, 2:21:59)

„Es geht mir gut, ich hatte keine Probleme während des Rennens. Das Tempo hat gepasst.
Es lief alles wie gewünscht und wie geplant. Ich bin sehr zufrieden mit meiner persönlichen
Bestzeit. Ich wollte um 2:20 Stunden oder schneller laufen. Ich bin mit Merima Mohammed
bis Kilometer 30 zusammen gelaufen. Sie wurde am Ende müde und ich musste dann
alleine Tempo machen. Wenn andere Äthiopierinnen nicht schneller laufen, denke ich, dass
ich in London dabei sein werde.“

Jan Fitschen (Deutschland, 32., 2:15:40) Foto

„Ich bin total happy. Ich wollte hinten raus schneller werden, aber ich war dann doch müde.
Wollte gerne unter 2:15 bleiben, aber es ist eben kein Wunschkonzert. Man muss einen
Schritt nach dem anderen machen. Im Frühjahr werde ich es auf jeden Fall noch mal
probieren, die Norm zu schaffen, sie bleibt mein Ziel. Sie ist eine Riesenschallmauer. Wenn
wir langsamer anlaufen könnten, wären schnellere Zeiten möglich. Wir haben jetzt alle die
gleiche Ausgangslage und werden es im Frühjahr versuchen.“

Sabrina Mockenhaupt (Deutschland, 9., 2:28:08) Foto

„Ich habe alles probiert. Bis Kilometer 34 war ich auf Kurs Bestzeit, wir sind sogar 22
Sekunden schneller angelaufen als geplant. Am Ende war ich völlig platt, weiß aber nicht,
woran es gelegen hat. Der Mann mit dem Hammer kam so extrem. Vielleicht habe ich mir
doch zu viel Druck gemacht, ich hoffe ich bekomme die Lockerheit zurück. Nach den
Deutschen Meisterschaften in Kassel hatte ich gedacht, ich bin auf dem richtigen Weg.
Hatte viel Zeit für die Vorbereitung, mehr als ich je hatte, und hatte tolle Werte.“

Susanne Hahn (Deutschland, 11., 2:28:49) Foto

„Ich habe persönliche Bestzeit und die Norm geschafft, das war mein Ziel. Ich bin zufrieden,
das war der Bereich, den ich laufen wollte. Hintenraus war es schwer, aber ich hatte ein
Polster auf der ersten Hälfte rausgelaufen. Heute konnte ich sauber durchlaufen. Es ist eine
neue Situation, dass ich die Norm so früh habe. Jetzt kann ich mich auf London
vorbereiten, einen weiteren Marathon werde ich aber nicht laufen, das Risiko ist zu groß.“

Jo Schindler (Renndirektor) Foto

„Wir haben ein fantastisches Rennen erlebt, auch in der Dichte. Vor fünf Wochen wäre dies
noch Weltrekord gewesen. Ich bin nicht enttäuscht, dass es keinen Weltrekord gegeben
hat. Wir sind damit 1:15 Minuten schneller als im vergangenen Jahr.14 Läufer blieben unter
2:10 Stunden. Im weltweiten Ranking der schnellsten Marathonläufe sind wir nun von Platz
neun auf Platz fünf gesprungen. Hierbei wird aus den zehn schnellsten Zeiten aller Rennen
einen Schnitt berechnet. Unser Schnitt liegt nun bei 2:05:45,3 Stunden. Frankfurt hat nun
weltweit nur noch Rotterdam, Boston, Berlin und London vor sich, wir haben Chicago
überholt. Ich bedanke mich bei allen Sportlern, dies war mehr als ich erwarten durfte.“

Christoph Kopp (Sportlicher Leiter) Foto

„Das nasse Kopfsteinpflaster hat eine Rolle gespielt. Die Strecke war nicht so trocken wie
2010, wir haben ein paar Kurven, da kann es doch ein bisschen glitschig gewesen sein. Wir
kommen nächstes Jahr. Es hat sich heute gezeigt, nichts ist unmöglich. Mein Eindruck ist,
wir können alle sehr zufrieden sein. Auch bei den Frauen haben wir einen Streckenrekord
und die sechsschnellste Zeit in diesem Jahr. Bei den Männern waren 14 Läufer unter 2:10
Stunden, das hat es weltweit noch nie gegeben, und sechs Läuferinnen unter 2:30
Stunden.“


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